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15. März
2007
Antrag
auf Basis CDU-Vorschlag – einstimmig in
Sonderausschusssitzung vom 15. März 2007 angenommen
Interfraktioneller Antrag der Hainburger
Gemeindevertretung
Die
Hainburger Gemeindevertretung möge beschließen:
Der
Gemeindevorstand wird beauftragt:
-
sich
bei allen entscheidenden Stellen (Main-Kinzig-Kreis,
Landkreis Offenbach, Regierungspräsidium Darmstadt,
Hessisches Umwelt- und Wirtschaftsministerium, e.on,
Regionale Planungsversammlung, Obere
Landesplanungsbehörde etc.) für die Durchführung
eines Raumordnungsverfahrens (ROV) für den Aus- bzw.
Neubau des Kraftwerks Staudinger, Block 6,
einzusetzen.
-
zu gegebener Zeit einen juristischen Beistand zu
beauftragen, der die Gemeinde in allen
entscheidenden Phasen vertritt. Zuvor sind die
Modalitäten – auch nach Rücksprache mit anderen
Städten und Gemeinden – abzuklären, zu denen der
juristische Beistand verpflichtet wird. Hierüber ist
im Ausschuss zu berichten.
-
einen Baustopp für das neue Kohlelager (Kohlekreis-
bzw. Kohlerundlager) am Standort des e.on-Kraftwerks
Staudinger in Großkrotzenburg zu erwirken.
-
mit allen Städten und Gemeinden des Umkreises
Kontakt aufzunehmen, um den Widerstand gegen die
Ausbaupläne auf eine breite Basis zu stellen. Auf
eine gemeinsame juristische Vertretung aller
Kommunen soll hingearbeitet werden.
-
auf der Gemeinde-Homepage eine Sonderseite mit allen
aktuellen Informationen zum Thema Staudinger
einzurichten.
-
beim Kreisgesundheitsamt statistische Erhebungen zum
Auftreten von Atemwegs-, Herz- sowie
Krebserkrankungen abzufragen.
-
zu gegebener Zeit die Bevölkerung über
Bürgerversammlungen sowie Informationsschriften über
die Schritte der Gemeinde gegen die Ausbauplanungen
zu informieren. Weiter soll den Bürgerinnen und
Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, ihren
Protest gegen die Ausbauplanung kund zu tun, indem
ein Rückantwort-Coupon dem ersten Informationsblatt
beigefügt wird.
Begründung:
Die
politischen Gremien der Gemeinde Hainburg lehnen
geschlossen die Ausbauplanungen der
e.on-Kraftwerksleitung ab. Es besteht Einmütigkeit
darin, dass alles darangesetzt werden muss, um die
Ausbauplanung zu verhindern. Daher lehnt die Gemeinde
auch die geplanten Kohlebunker ab. Diese sind eine der
Voraussetzungen für den Neubau des Block 6 und somit
abzulehnen, auch wenn die Gemeinde prinzipiell die
Einhausung des Staudinger-Kohlelagers begrüßt. Die
Gemeinde wird mit Umsetzung dieses interfraktionellen
Antrags die Voraussetzungen dafür schaffen, dass
politischer und bürgerlicher Protest auf eine breite
Basis gestellt wird. Ziel ist es, im bereits heute schon
mit Schadstoffen hochbelasteten Raum rund um Hainburg
eine Verminderung der Belastung zu erreichen und eben
nicht – wie dies nach einem Ausbau der Fall wäre – eine
noch höhere Belastung ertragen zu müssen.
Jürgen
Harrer
CDU-Fraktion
Heinz
Seipel
SPD-Fraktion
Thorwald
Ritter
Bündnis90/Grüne-Fraktion
Wigbert
Appel
BfH-Fraktion
Ingrid
Berger-Welzbach
FDP-Fraktion |