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08.09.2005

Pressemitteilung

CDU fordert Klarheit über Schadstoffbelastung in Hainburg

Christdemokraten beantragen mobile Messstation und Bericht des Gemeindevorstands zu „Kohlelager Staudinger“

Die Hainburger CDU-Fraktion hat nach der jüngsten Sitzung des Bau-, Verkehr-, Wirtschaft- und Umweltausschusses zwei Anträge in die Gemeindevertretung einge­bracht. Beide Anträge sollen Aufschluss über die Schadstoffbelastung in Hainburg bringen um diese möglicherweise zu vermindern zu können.

Im ersten Antrag soll der Gemeindevorstand beauftragt werden, bei der Hessischen Landesanstalt für Umwelt die Installation einer mobilen Messstation für Immissionen an der Hauptstraße für mindestens ein halbes Jahr zu beantragen. CDU-Fraktionsvor­sitzender Jürgen Harrer erklärte, dass die Landesanstalt zwei mobile Messstationen besitzt und diese leihweise den Kommunen zur Verfügung stellt. „Der Vortrag einer Expertin des Hessischen Umweltministeriums im Ausschuss hat deutlich gemacht, dass Hainburg stark durch Emissionen des Kraftwerks Staudinger belastet wird. Außerdem tut der starke Verkehr auf der Durchgangsstraße sein Übriges dazu“, erklärte Harrer. Eine Messstation könne zeigen, wie stark Hainburg tatsächlich von Schadstoffen belastet sei. „Wir wollen außerdem Gewissheit haben, dass Grenzwerte, beispielsweise bei der Feinstaub-Belastung, eingehalten werden“, sagte Harrer.

In einem weiteren Antrag will die CDU den Gemeindevorstand beauftragen, beim Betreiber des Kraftwerks Staudinger nachzufragen, inwieweit die Oberfläche der Kohleberge bei Verschüttung und Lagerung befeuchtet wird. Weiter wollen die Christdemokraten wissen, ob die Einhausung der Kohlelager weiterhin in der Planung ist bzw. wann mit dieser zu rechnen ist. Der Gemeindevorstand soll dann im Ausschuss berichten. CDU-Fraktionsgeschäftsführer Walter Schmid erklärte, dass die Befeuchtung

der Kohle bei Verschüttung und Lagerung die Grundlage dafür ist, „Verwehungen, die eine potenzielle zusätzliche Feinstaubbelastung für Hainburg hervorrufen könnten, zu vermindern bzw. zu verhindern“. Harrer und Schmid äußerten sich zuversichtlich, dass beide Anträge eine breite Mehrheit in der Gemeindevertretung finden werden und erklärten, dass „der Vortrag der Expertin aus dem Umweltministerium deutlich gemacht hat, dass eine Kommune wie Hainburg nur wenige Mittel besitzt, um die Schadstoffbelastung zu senken. Diese wenigen Mittel wollen wir aber konsequent nutzen.“

 

 

 


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