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15.11.2005
Pressemitteilung
CDU verabschiedet
Nachtragshaushalt
2005
Harrer: Stehen im
Vergleich zu anderen Gemeinden hervorragend da –
struktureller Änderungsprozess der letzten Jahre wirkt
Die
CDU-Fraktion hat den Nachtragshaushalt für das
Haushaltsjahr
2005
der Gemeinde Hainburg verabschiedet. Gegen die Stimmen
der Opposition votierten die CDU-Gemeindevertreter für
das von Bürgermeister Bernhard Bessel vorgelegte
Zahlenwerk. CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Harrer
erläuterte in seiner Rede zum Nachtragshaushalt, dass
dieser von der allgemeinen wirtschafts- und
finanzpolitischen Situation geprägt sei, die sich sowohl
auf den Haushalt des Bundes als auch auf die Haushalte
der Bundesländer sowie der Kreise, Städte und Gemeinden
niederschlage. „Während sich fast alle politisch
Verantwortlichen – egal welcher Partei – gerade in den
Kommunen bemühen, die beeinflussbaren Parameter
besonders auf der Ausgabenseite im Rahmen zu halten,
wird die Einnahmenseite insbesondere bei den Steuern
bereits seit Jahren immer weniger kalkulierbar“,
erklärte Harrer.
Beweis hierfür sei die jährlich zweimal stattfindende
Steuerschätzung, die zuletzt Anfang November ihre
Ergebnisse vorlegte. So prognostizierten die
Steuerschätzer allein für Hessen in
2005
Steuermindereinnahmen von
320
Millionen und in
2006
sogar von
720
Millionen Euro. Dies zeige klar, dass „wir uns in der
schwersten finanzpolitischen Krise der Nachkriegszeit
befinden“, und diese Krise lasse auch die hessischen
Kommunen nicht unberührt.
„Hainburg ist hier leider keine Ausnahme, wobei ich
stets betone, dass es uns im Vergleich zu anderen
Städten und Gemeinden unserer Größe noch sehr gut geht.
Die Daten, die uns beispielsweise vom Bund der
Steuerzahler vorliegen, beweisen dies eindrucksvoll“,
sagte Harrer. Dies sei das Ergebnis einer jahrelangen
sparsamen Haushaltsführung, was von diesem
Nachtragshaushalt auch deutlich bestätigt werde. „Wenn
jedoch im laufenden Haushaltsjahr
2005
beispielsweise der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer
mit einem Minus von rund
300.000
Euro stark einbricht und auch die Schlüsselzuweisungen
nach unten angepasst werden müssen, dann reißen allein
diese beiden Positionen ein Loch von fast
400.000
Euro in unseren Haushalt“, sagte der CDU-Vorsitzende.
Diese Beispiele zeigten, dass Hainburg, wie alle anderen
Kommunen auch, mit Einflüssen von außen fertig werden
müsse, jedoch aufgrund der Dimensionen dieser Einflüsse
gar nicht adäquat reagieren könne. „Denn wir sind mit
unseren Sparbemühungen mittlerweile an einer Stelle
angekommen, an der man genau hinterfragen muss, ob
weiteres Sparen nicht kontraproduktiv wirken würde.
Genau das wollen wir aber nicht. Deshalb sagt die CDU
Hainburg z. B. auch „Ja“ zu einer schlanken, sparsamen
und effizienten Verwaltung, auf die sich die Bürgerinnen
und Bürger verlassen können. "Wir sagen weiter „Ja“ zur
Vereinsförderung auf einem guten und zukunftsichernden
Niveau, wir sagen „Ja“ zur Förderung der Freiwilligen
Feuerwehr und des Roten Kreuzes und wir sagen „Ja“ zu
einer zielführenden Verwendung unserer knappen Mittel,
wie dies beispielsweise beim Kauf des Bahnhofs und des
dazugehörenden Geländes der Fall ist. Dieses „Ja“ zu
den politischen Kernelementen für unsere lebens- und
liebenswerte Wohngemeinde Hainburg ist Basis unseres
Handelns. Wir wollen für unsere Bürgerinnen und Bürger
auch in finanziell schwierigen Zeiten ein Höchstmaß an
Lebensqualität bei möglichst geringen Belastungen“,
betonte Harrer.
Dort, wo sich Chancen für die Zukunft Hainburgs eröffnen
würden, müsse entsprechend investiert bzw. müssten die
entsprechenden politischen Beschlüsse gefasst werden,
wie z.B. beim Thema Fasaneriearkaden, das die
Gemeindevertretung in naher Zukunft beschäftigen werde.
Kritik äußerte Harrer am Verhalten der Opposition. So
fordere beispielsweise die SPD stets so genannte
„strukturelle Veränderungen“, nehme aber nicht zur
Kenntnis, dass die Gemeinde sich bereits seit Jahren in
einem strukturellen Änderungsprozess befinde. „Wer dann
noch wie die SPD auf die glorreiche Idee kommt, unsere
hervorragend funktionierende Volkshochschule, die die
kostengünstigste im Kreis ist, mit den Volkshochschulen
des Kreises und von Seligenstadt fusionieren zu wollen,
schafft keine strukturellen Veränderungen, sondern
zerstört gewachsene Strukturen. Die SPD ist mit ihren
Vorstellungen hierzu einmal mehr auf dem Holzweg“, sagte
Harrer. Er sei sehr gespannt, wie seriös die Opposition
die Zukunftsthemen Hainburgs künftig politisch
begleitet. „Ich verbinde mit diesem Blick in die Zukunft
jedenfalls die Hoffnung, dass dies künftig etwas
konstruktiver erfolgt als dies bisher der Fall war.“
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