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23.05.2006
Pressemitteilung
CDU-Kritik an
BfH-Äußerungen zum geplanten Hanauer Gewerbegebiet
Auch Städte- und Gemeindebund
hält juristisches Vorgehen der Gemeinde Hainburg für
„nicht erfolgversprechend“
Die CDU Hainburg hat die
jüngste Presseveröffentlichung der Bürger für Hainburg (BfH)
zum Vorgehen der Gemeinde Hainburg gegen das
Gewerbegebiet in Großauheim scharf kritisiert. Nachdem
die Gemeinde Hainburg Anregungen zur Bauleitplanung der
Stadt Hanau eingereicht hatte, diese jedoch im Verfahren
nicht berücksichtigt wurden, hatte die CDU-Fraktion eine
Prüfung beim Hessischen Städte- und Gemeindebund
beantragt, ob ein juristisches Vorgehen gegen die Stadt
Hanau erfolgversprechend ist.
Das Ergebnis dieser
Prüfung ist der Gemeindevertretung mitgeteilt worden.
Das Ergebnis ist eindeutig. Der Städte und Gemeindebund
schreibt, dass „ein rechtliches Vorgehen gegen die
Bauleitplanung der Stadt Hanau als nicht
erfolgversprechend erscheint’“, zitierte
CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Harrer. „Die
BfH-Mitglieder Wigbert Appel und Volker Giese
verschweigen diese Tatsache aber bewusst in ihrer
Pressemitteilung.“ Der Städte- und Gemeindebund schreibt
weiter, dass Abwägungsfehler nicht erkennbar seien und
keine „unmittelbaren Auswirkungen gewichtiger Art von
der Bauleitplanung der Stadt Hanau ausgehen, die die
Abstimmungspflicht mit der Gemeinde Hainburg … auslösen
könnten.“
Im Ergebnis bedeute dies,
dass Hainburg in einem Gerichtsverfahren unterliegen
würde und die Gemeinde die erheblichen Kosten eines
Rechtsstreites tragen müsste. „Es ist unerträglich, wie
sich die BfH zu diesem Thema in der Öffentlichkeit
gebärdet“, sagte Harrer. „Die gleichen Personen, die
mitverantwortlich dafür sind, dass Hainburg in den
nächsten Jahren keine Umgehungsstraße bekommt, schüren
Panik unter der Bevölkerung und sprechen von
‚unerträglichen Belastungen’ und ‚in Abgasen ersticken’.
Dabei tragen die Vertreter von SPD, BfH und Grünen die
Mitverantwortung für die Hainburger Verkehrssituation,
denn sie haben gezielt die Hainburger Bürgerinnen und
Bürger vor dem Bürgerentscheid zur Westtangente falsch
informiert.“ Die Verkehrsproblematik würde sich heute so
nicht stellen, wenn Hainburg über eine Umgehung verfügen
würde. Die CDU trete aber auch dem von der BfH
geschürten Eindruck entgegen, dass insbesondere der
Ortsteil Hainstadt eine weitere Verkehrsflut verkraften
müsste. „Die BfH-Fraktion übertreibt hier bewusst und
zeichnet hier ein unrealistisches Horrorszenario. Sie
spielt in unerträglicher Weise mit den Ängsten der
Menschen“, erklärte Harrer.
Tatsache sei, dass das
neue Gewerbegebiet in Großauheim sicherlich nicht
weniger Verkehr bringe, „wir jedoch in diesem Fall gegen
die Bauleitplanung der Stadt Hanau nichts unternehmen
können“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende. „Das, was
wir im Sinne unserer Gemeinde tun konnten, haben wir
getan. Alles, was jetzt noch von Seiten der Opposition
gefordert wird, ist das Anzetteln einer juristischen
Polit-Show, die der Gemeinde mehr Schaden als Nutzen
bringt.“
Harrer warnte auch davor,
das Ansiedeln von Firmen in Großauheim von vornherein zu
„verteufeln“. Denn in diesem Zusammenhang müsse auch
bedacht werden, dass diese Firmen Arbeitsplätze
schaffen. „Manchmal fragen wir uns, wer die Menschen
eigentlich noch in Brot und Arbeit bringen soll“,
erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende. „Schließlich sind
es die Firmen und Betriebe, die Arbeitsplätze schaffen
und somit am wirkungsvollsten die Arbeitslosigkeit
bekämpfen.“
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