19. Dezember 2006
Hainburger Haushalt 2007 verabschiedet
CDU: Hainburg profitiert von Bessels Sparkurs – in wenigen Jahren
schuldenfrei
Die
CDU-Mehrheit im Hainburger Gemeindeparlament hat den
Hainburger Haushalt 2007 verabschiedet. „Wir können
mit Fug und Recht sagen: Dieser Haushaltsplan ist
ein guter Haushaltsplan für unsere Gemeinde
Hainburg, denn er schreibt das fort, auf was es
unseres Erachtens in finanziell angespannten Zeiten
ankommt. Auf der einen Seite sparen wir eisern
weiter, bauen konsequent Schulden ab und investieren
zeitgleich in die politischen Schwerpunktbereiche,
die uns wichtig sind“, erklärte
CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Harrer. Dabei zähle
nach wie vor das Motto von Bürgermeister Bernhard
Bessel "Vorsichtig planen, und am Ende besser
abschneiden". Der Haushalt 2006 ist hier ein gutes
Beispiel. So konnte im Haushaltsverlauf das
ursprüngliche Defizit von 856.000 Euro auf 251.000
Euro abgesenkt werden. „Was am Ende als Ist-Ergebnis
stehen wird, werden wir sehen, ich bin aber
zuversichtlich, dass der Haushalt 2006 Anfang
nächsten Jahres ein noch besseres Ergebnis ausweisen
wird, und darauf kommt es schließlich an“, sagte
Harrer.
Zu
den Kernpunkten des Haushaltsplanentwurfs 2007 sagte
Harrer, dass dieser Haushaltsplan den Sparkurs der
vergangenen Jahre konsequent fortsetzt. „Dies wird
bei den Personalkosten besonders deutlich, die im
nächsten Jahr bei rund 3,3 Millionen Euro liegen.
Damit liegen die Personalkosten unserer Gemeinde bei
ca. 215 Euro pro Einwohner, was hessenweit ein
absoluter Spitzenwert ist“, sagte der
CDU-Fraktionsvorsitzende. Dieses niedrige Niveau der
Personalkosten sei keine Selbstverständlichkeit,
sondern ein bemerkenswertes Teil-Ergebnis des
Sparkurses von Bürgermeister Bessel und seiner
Verwaltung.
Ein
weiterer wichtiger Punkt sei das konsequente
Zurückführen der Verschuldung. „War unsere Gemeinden
im Jahr 2000 noch mit 4,6 Millionen Euro
verschuldet, schlagen im Jahr 2006 noch rund 2,5
Millionen Euro zu Buche. Wir konnten die
Verschuldung unserer Kommune also in nur sechs
Jahren um über 2,1 Millionen Euro zurückführen, und
das in finanziell äußerst angespannten Zeiten“,
erklärte Harrer. „Ich bin mir sicher, dass wir bei
konsequenter Fortführung dieses
Konsolidierungskurses schon in wenigen Jahren
schuldenfrei sein werden. Niedrigere Schulden
bedeuten niedrigere Zinsen und Tilgung und somit
mehr freie Mittel für Investitionen.“
Harrer kritisierte die SPD-Fraktion, die angekündigt
hatte, die maßvolle Erhöhung der Grundsteuer B von
220 auf 235 Punkte nicht mittragen zu wollen. CDU,
BfH, Grüne und FDP unterstützten dieses Vorgehen des
Gemeindevorstands. „Hier zeigt sich einmal mehr,
dass den Hainburger Genossen anbiedernder Populismus
wichtiger ist als eine ausgewogene Finanzpolitik für
unsere Gemeinde“, sagte Harrer. „Das muss man sich
mal vorstellen: Da kritisieren die Sozialdemokraten
immer wieder, dass der Gemeindevorstand viel
konsequenter den Vorgaben der Kommunalaufsicht
entsprechen müsse, und dann unterstützen sie diese
maßvolle Erhöhung nicht.“ Harrer rief der SPD in
Erinnerung, dass die Kommunalaufsicht für Hainburg
dringend empfohlen habe, die Grundsteuer B auf
mindestens 270 Punkte heraufzusetzen. „Die CDU
vertritt die Ansicht, dass ein solcher Schritt
deutlich über das Ziel hinausgeschossen hätte. Der
Gemeindevorstand hat sich jedoch für eine maßvolle
Anhebung entschieden. Maßvoll deshalb, weil wir
trotz dieser Anhebung nach wie vor deutlich unter
dem Kreisdurchschnitt von 269 Punkten liegen. Und
maßvoll auch deshalb, weil ein Besitzer eines
Einfamilienhauses in Hainburg in 2007 mit
durchschnittlich 12 bis 18 Euro mehr im Jahr belangt
wird. Wir glauben, dass dies zumutbar und angesichts
der nach wie vor angespannten Haushaltslage
notwendig ist“, erklärte Harrer. Das Verhalten der
SPD mache deutlich, dass die Hainburger
Sozialdemokraten nicht nur in der Verkehrs- und
Sozialpolitik unzuverlässig seien, sondern nun auch
in haushalts- und finanzpolitischen Fragen.
Der
CDU-Fraktionsvorsitzende erklärte, dass die beiden
Steuerquellen Einkommensteuer und Gewerbesteuer
passable Entwicklungen nähmen. „Der Gemeindeanteil
an der Einkommensteuer liegt mit 7,1 Millionen Euro
in einem Bereich, der mit anderen Kommunen unserer
Größenordnung und Struktur durchaus vergleichbar
ist“, sagte Harrer. Das Aufkommen mache deutlich,
dass „wir in Hainburg nach wie vor auf eine gute
Sozialstruktur bauen können. Ich bin davon
überzeugt, dass es uns gelingen wird, mit der
Umsetzung des neuen Baugebiets "Löschem" auch junge
Familien zum Zuzug nach Hainburg bewegen zu können.
Der Vorteil für junge Familien liegt auf der Hand:
Sie finden in der unmittelbaren Umgebung eine
Infrastruktur, die sich mit den beiden Kindergärten
und der Waldschule sehen lassen kann.“
Zum
Thema Gewerbesteuer sagte Harrer, der
Gemeindevorstand habe mit 1,8 Millionen Euro das
Niveau der Vorjahre eingestellt. „Ich bin
zuversichtlich, dass hier bei einem eventuellen
Nachtrag, spätestens aber bei den Ist-Zahlen für das
Haushaltsjahr 2007, eine höhere Zahl stehen wird.“
Der Christdemokrat lobte Bürgermeister Bessel, dem
es gelungen sei, in den letzten Monaten einige
namhafte Firmen nach Hainburg zu holen. „Ich nenne
hier nur beispielhaft die Firma ITM von Thomas
Manger, aber auch einige kleinere Firmen, die in
bereits bestehende Gebäude eingezogen sind, wie
beispielsweise das Unternehmen adverba-Werbung mit
seinen ca. 20 Mitarbeitern“, sagte Harrer.
Dass Hainburg hervorragend für die Zukunft
aufgestellt ist, würden die vielfältigen
Vereinsaktivitäten beweisen. „In unseren Vereinen
werden Jugendliche gefordert und gefördert, hier
wird ein einmaliges Freizeitangebot angeboten und
hier liegt einer der Keimzellen des sozialen
Miteinanders in Hainburg“, erklärte der
Fraktionschef. „Die Gemeinde Hainburg fördert dies
mit einem Gesamtbetrag von 230.000 Euro. Damit
bewegen sich die Mittel zur Vereinsförderung auf
einem unverändert hohen Niveau. Die Gemeinde ist und
bleibt verlässlicher Partner der vielen Hainburger
Vereine und Verbände und zeigt damit auch ihre
Wertschätzung für das, was von den ehrenamtlichen
Vereinsmitgliedern immer wieder auf die Beine
gestellt wird.“