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16. März 2007
Widerstand gegen Staudinger-Ausbau: Fraktionen
beschließen gemeinsames Vorgehen
CDU-Vorsitzender Jürgen Harrer:
Schaffen Voraussetzungen, politischen und bürgerlichen
Widerstand auf breite Basis zu stellen
In der ersten Sonderausschusssitzung des
Haupt- und Finanzausschusses sowie des Bau-, Verkehrs-,
Wirtschafts- und Umweltausschusses zum Thema
„Staudinger-Ausbau“ im Foyer der Kreuzburghalle haben
alle Fraktionen der Hainburger Gemeindevertretung über
das weitere Vorgehen gegen die Ausbauplanungen
verständigt.
CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Harrer
zeigte sich in seinem Bemühen um eine gemeinsame und
sachliche Vorgehensweise bestätigt, da alle Fraktionen
einem interfraktionellen Antrag zustimmten. „Der Antrag,
der auf Initiative der CDU eingebracht wurde, beinhaltet
sämtliche relevanten Punkte, die zuvor in Einzelanträgen
und Vorlagen zu diesem Thema eingebracht wurden und
unterstreicht nochmals die Absicht aller Hainburger
Parteien, gemeinsam zum Wohle der Bevölkerung Widerstand
gegen die Staudinger-Ausbaupläne zu leisten“, fügte
Harrer an.
Im Einzelnen fordern alle Hainburger
Fraktionen und beauftragen den Gemeindevorstand:
-
sich bei allen entscheidenden Stellen für die
Durchführung eines Raumordnungsverfahrens (ROV)
einzusetzen.
-
zu gegebener Zeit einen juristischen Beistand zu
beauftragen
-
einen Baustopp für das neue Kohlelager (Kohlekreis-
bzw. Kohlerundlager) am Standort des e.on-Kraftwerks
Staudinger in Großkrotzenburg zu erwirken.
-
mit allen Städten und Gemeinden des Umkreises
Kontakt aufzunehmen, um den Widerstand gegen die
Ausbaupläne auf eine breite Basis zu stellen. und
auf eine gemeinsame juristische Vertretung aller
Kommunen hinzuarbeiten.
-
auf der Gemeinde-Homepage eine Sonderseite mit allen
aktuellen Informationen zum Thema Staudinger
einzurichten.
-
beim Kreisgesundheitsamt statistische Erhebungen zum
Auftreten von Atemwegs-, Herz- sowie
Krebserkrankungen abzufragen.
-
die Bevölkerung über Bürgerversammlungen sowie
Informationsschriften über die Schritte der Gemeinde
gegen die Ausbauplanungen zu informieren. Weiter
soll den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit
gegeben werden, ihren Protest gegen die
Ausbauplanung kund zu tun, indem ein
Rückantwort-Coupon dem ersten Informationsblatt
beigefügt wird.
Dieser Antrag unterstreicht den
eingeschlagenen Weg, dass alle politischen Gremien der
Gemeinde Hainburg geschlossen die Ausbauplanungen der
e.on-Kraftwerksleitung ablehnen und alles daransetzen
die Ausbauplanungen zu verhindern.
„Mit der Umsetzung dieses
interfraktionellen Antrags werden die Voraussetzungen
geschaffen, dass politischer und bürgerlicher Protest
auf eine breite Basis gestellt werden. Unser Ziel muss
es sein, im bereits heute schon mit Schadstoffen
hochbelasteten Raum rund um Hainburg eine Verminderung
der Belastung zu erreichen und eben nicht – wie dies
nach einem Ausbau der Fall wäre – eine noch höhere
Belastung ertragen zu müssen“, sagte Harrer
abschließend.
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