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02. April 2007
CDU
begrüßt grundsätzlich BI-Gründung gegen
Staudinger-Ausbau
Protest
muss sich legaler Mittel bedienen - Kritik an
SPD-Unterstellung:
Auch
Sozialdemokraten sollten an gemeinsamem Protest
interessiert sein
Die CDU
Hainburg hat grundsätzlich die Gründung einer
Bürgerinitiative (BI) gegen die Staudinger-Ausbaupläne
begrüßt. "Die BI kann den Protest sinnvoll ergänzen, so
dass neben dem politischen Protest gegen die Ausbaupläne
auch der Protest aus der Bevölkerung eine Stimme
bekommen könnte", erklärte CDU-Fraktionschef Jürgen
Harrer. Er mahnte jedoch an, dass sich der Protest stets
legaler Mittel bedienen müsse. "Es gibt genügend Mittel,
auf legalem Weg seinen Protest gegen die Ausbaupläne
kundzutun. So sind das Sammeln von Unterschriften und
die Organisation von Demonstrationen absolut ok. Aber
die angekündigte mögliche Blockade von Werkseinfahrten
oder 'Ankettaktionen' gehören nicht zu einem Protest,
der auf dem Boden des Rechtsstaates stattfindet. Von
einem wie auch immer gearteten Aufruf zur Gewalt würden
wir uns klar distanzieren", erklärte der
CDU-Vorsitzende.
Kritisch äußerte sich Harrer zum Engagement von
SPD-Verantwortlichen in der BI. "Grundsätzlich können
auch Kommunalpolitiker in einer BI mitwirken, solange
sie dies nicht dazu ausnutzen, sich parteipolitisch zu
profilieren. Dies ist aber bereits geschehen, als
beispielsweise der stellvertretende
SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Wich in der BI-Versammlung
der Gemeindeverwaltung vorgehalten hat, sie habe den
Protest gegen die Planungen des Kohlelagers verschlafen.
Das ist ausgemachter Unsinn, der unsere gemeinsamen
Bemühungen schwächt. Das weiß auch die SPD. Schließlich
haben die Sozialdemokraten selbst in einer
Pressemitteilung das neue Kohlelager und dessen
Einhausung begrüßt", sagte Harrer. Bezeichnend sei, dass
diese Pressemitteilung mittlerweile aus dem
Internet-Pressearchiv der SPD entfernt worden sei. Wenn
die SPD-Verantwortlichen tatsächlich an einem
gemeinsamen Vorgehen gegen den Staudinger-Ausbau
interessiert sind, sollten sie "Äußerungen, die einfach
nicht der Wahrheit entsprechen, künftig unterlassen.
Niemand, weder die Gemeinde noch die SPD oder eine
andere Fraktion, konnten anfangs wissen, dass die
Planungen der Kohlelager direkt etwas mit den
Ausbauplanungen für Block 6 zu tun hatten", sagte
Harrer. Hier habe die politische Gemeinde gegengesteuert
und einen interfraktionellen Antrag verabschiedet, der
unter anderem den sofortigen Baustopp für die Kohlelager
einfordert.
Die CDU
werde als Mehrheitsfraktion grundsätzlich die Aktionen
der BI positiv begleiten und unterstützen. "Wir gehen
davon aus, dass die BI unparteiisch und in enger
Abstimmung mit der Gemeinde agieren wird, so dass
politischer und bürgerlicher Protest vernünftig
gebündelt werden kann", sagte Harrer abschließend.
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