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30.
Oktober 2007
CDU-Kritik an Stadt Hanau wegen neuem Gewerbegebiet – Harrer
will „Entlastungsstraße“ bei Kaminsky zur Sprache bringen

Die CDU-Fraktion Hainburg steht einem neuen Gewerbegebiet auf
dem ehemaligen Gelände der US-Armee unverändert kritisch
gegenüber. „Leider konnte er Vertreter der Stadt Hanau,
Amtsleiter Hans-Ulrich Weicker, unsere Bedenken während der
jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses nicht zerstreuen, im
Gegenteil“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Harrer.
Die Ankündigung der Stadt , dass auf dem Gelände ein sogenannter
Systemgastronom (wahrscheinlich ein bekanntes
Fastfood-Restaurant), ein Lebensmittel- und ein Getränkemarkt
entstehen sollen, und sich weitere Gewerbebetriebe ansiedeln
werden, lasse die Vermutung zu, dass insbesondere der Ortsteil
Hainstadt von zusätzlichem Verkehr belastet wird. „Hier fordern
wir die Stadt Hanau auf, die Belange Hainburgs ernst zu nehmen
und ein Verkehrsgutachten zu erstellen, das die künftigen
Verkehrsflüsse untersucht“, forderte Harrer. Schließlich sei es
eine Binsenweisheit, dass es kein Gewerbegebiet ohne Verkehr und
kein Verkehr ohne Gewerbe gebe. „Um aber konkret abschätzen zu
können, welche Auswirkungen das neue Gewerbegebiet für Hainburg
hat, brauchen wir von der Stadt Hanau diese Informationen.
Außerdem benötigen wir ein Arbeitsplatzgutachten, das die Zahl
der Arbeitsplätze, die wahrscheinlich durch die Ansiedlung von
Gewerbe auf dem ehemaligen US-Armee-Gelände geschaffen werden,
ausweist“, sagte der CDU-Vorsitzende. Erst dann könne die Stadt
Hanau erwarten, dass Hainburg seine grundsätzlich kritische
Haltung aufgebe.
„Solange die Stadt jedoch die berechtigten Anliegen Hainburgs
ignoriert bzw. ohne Begründung beiseite wischt, kann niemand
erwarten, dass wir unsere kritische Position verlassen“,
erklärte Harrer. Der Ortsteil Hainstadt sei verkehrstechnisch
bereits heute über die Maßen belastet. „Hieran trägt die Stadt
Hanau ein großes Stück Verantwortung, denn schließlich ist es
die Stadt, die sich gegen eine bestmögliche Entlastungsstraße
für Hainburg sperrt. Auch dieses Thema werden wir bei der Stadt
und deren Oberbürgermeister Kaminsky demnächst zur Sprache
bringen“, kündigte der CDU-Fraktionsvorsitzende an. |