|
06.
November 2007
Regierungspräsidium erteilt Genehmigungsbescheid für zwei
Kohlelager des Kraftwerks Staudinger – CDU: E.ON muss
verantwortungsvoll mit Baugenehmigung umgehen; keine
Vorentscheidung für Block 6

Am 06. November 2007 hat das
Regierungspräsidiums Darmstadt der E.ON Kraftwerke GmbH eine
immissionsschutzrechtliche Genehmigung für den Bau eines neuen
und vollständig eingehausten Kohlelagers auf dem
Kraftwerksgelände Staudinger in Großkrotzenburg erteilt. Die
Kohle kann danach in zwei getrennten kreisförmigen Gebäuden
untergebracht werden und der Kraftwerksbetreiber sofort mit den
Baumaßnahmen starten.
Der Hainburger CDU-Vorsitzende
Jürgen Harrer sagte dazu: „Es ist zwar rechtlich so, dass einem
Aussetzen der Genehmigung des Kohlelagers mit Blick auf das
anstehende Raumordnungsverfahren (ROV) durch das
Regierungspräsidium nicht entsprochen werden konnte, weil der
Antragsteller einen gesetzlichen Genehmigungsanspruch nach dem
Bundesimmissionsschutzgesetz hat. Dies ist jedoch kein
Vorentscheid für den Bau des Blocks 6. Wir erwarten, dass E.ON
verantwortungsvoll mit dieser Genehmigung umgeht.“
Es sei aus ökologischer Sicht
richtig, dass durch die Einhausung der Kohle die Staubemissionen
reduziert und die Anwohner vom Lärm entlastet würden. Doch sei
nicht nachvollziehbar, „warum mit dem Bau von zwei Kohlelagern
begonnen werden sollte, die sich an einem Kohlebedarf
orientieren, der den Bau des Blocks 6 einschließt“, sagte Harrer
weiter.
Die Hainburger CDU fordert
deshalb E.ON auf, den Bau zumindest eines der beiden geplanten
Kohlelager auszusetzen, bis das Ergebnis des ROV vorliegt. Nur
durch diese Vorgehensweise werde allen deutlich, dass es sich um
ein ergebnisoffenes Verfahren handelt, das alle Möglichkeiten
einer ökologischen Verbesserung der Lebensqualität in unsere
Region berücksichtigt und nicht auf bereits bestehenden
Tatsachen basiert.
Abschließend führte Harrer aus,
dass die Christdemokraten den Bau lediglich eines Kohlelegers,
welches sich am momentanen Kohlebedarf orientiert, befürworten
würden. „Grundsätzlich stehen wir der Einhausung der Kohle
positiv gegenüber. Aber der Bau für die Einhausungen beider
Kohlelager wäre uns nicht vermittelbar, selbst wenn das
Regierungspräsidium ausdrücklich darauf hinweisst, dass die
erteilte Genehmigung keine Vorentscheidung für den Bau des von
E.ON geplanten Blocks 6 des Kraftwerkes darstellt“, sagte der
CDU-Vorsitzende. |