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21.
November 2007
SPD-Vorstand heißt Wich-Drohungen
und Beschimpfungen gegen Frank Lortz gut
CDU-Chef Harrer: „Hainburger SPD ist tief zerrissen und
präsentiert sich in besorgniserregendem Zustand“ – Lob für Heinz
Seipel
„Das ist nicht nur dreist, das ist ein Schlag ins Gesicht aller
Hainstädter Vereinsvertreter, allen voran ins Gesicht des
Kulturausschussvorsitzenden und SPD-Fraktionsvorsitzenden Heinz
Seipel“, erklärte CDU-Vorsitzender Jürgen Harrer zur jüngsten
Verlautbarung der SPD-Hainburg zum „Ausraster“ von Rolf Wich bei
der Veranstaltung des Kulturausschusses „Hainstädter Vereine
live“. Hier hatte Wich bei der Begrüßungszeremonie die Bühne
gestürmt und den Landtagsabgeordneten Frank Lortz, der als
Vertreter des Vereinsrings Froschhausen vom Kulturausschuss
geladen war, bedroht und beschimpft. Wich war daraufhin vom
Publikum ausgebuht worden. „Während Heinz Seipel Rückgrat
bewiesen und den niveaulosen Auftritts Wichs in einer
Pressemitteilung gerügt hat, lobt SPD-Parteivorsitzender Josef
Tornedde das unmögliche Verhalten Wichs nun ausdrücklich.
Schwächer kann sich ein Parteivorsitzender in einer solchen
Situation kaum präsentieren. Das Verhalten von Seipel und
Tornedde beweist aber auch: Die Wich-Eskapaden spalten die
SPD-Führungsriege, durch die Hainburger SPD geht ein tiefer
Riss, der immer offener zu Tage tritt“, sagte Harrer. Er
forderte die SPD erneut auf, sich vom Wich-Auftritt bei den
Feierlichkeiten des Kulturausschusses zu distanzieren.
Als
„verzweifelten Versuch“, diesen Skandal weg von der SPD hin zum
Schulförderverein zu schieben, wertet die CDU die Tatsache, dass
die zum „Wich-Ausraster“ gefertigte SPD-Pressemitteilung
mittlerweile von der SPD-Homepage gelöscht wurde. In der hierfür
eingestellten SPD-Pressemitteilung behauptet Tornedde, dass Wich
als Vertreter des Schulfördervereins und nicht als SPD-Mann
gesprochen habe. „Nun muss also noch der Schulförderverein der
Johannes-Gutenberg-Schule als Trittbrett für die Beschimpfungen
und Bedrohungen des Rolf Wich gegen Frank Lortz herhalten. Die
Verdrehung von Tatsachen und das gezielte Einsetzen von
Unwahrheiten scheint bei der SPD mittlerweile der gängige
Parteisport zu sein“, sagte Harrer.
„Wenn Wich nicht als SPD-Mann auftrat, warum wurde dann eine
Pressemitteilung von ihm auf der SPD-Homepage über eineinhalb
Wochen veröffentlicht und nun gelöscht?“, fragt der
CDU-Vorsitzende. Torneddes Erklärung sei ein billiges
Ablenkungsmanöver, „das wir der SPD nicht durchgehen lassen
werden. Die SPD muss sich ihrer Verantwortung stellen und
deutlich machen, dass sie nichts mit Aktionen zu tun hat, in
denen Personen – gleich welcher Parteizugehörigkeit – auf
Veranstaltungen bedroht und beschimpft werden. Wenn Tornedde das
aber gut heißt, hat die SPD nicht nur mit Herrn Wich ein
Problem“, erklärte Harrer.
Für
die CDU ist die Tatsache, dass die SPD-Fraktion und der
SPD-Parteivorstand noch immer nicht die Kraft und Courrage
aufgebracht haben, auf Distanz zum Wich-Auftritt zu gehen, das
deutliche Zeichen dafür, dass „die Kräfte innerhalb der SPD, die
ein solches Verhalten nicht gut heißen, kaum noch zu existieren
scheinen bzw. auf Tauchstation gegangen sind. Für einige
SPD-Mitglieder scheint eine absolute Narrenfreiheit zu gelten,
die das Bedrohen und Beschimpfen von Personen sowie den
Missbrauch von unpolitischen Veranstaltungen einschließt. Wer
aber Personen bedroht und beschimpft oder ein solches Verhalten
auch noch gut heißt, verabschiedet sich vom politischen Dialog
und hat keine politische Streitkultur. Die SPD Hainburg
präsentiert sich daher aktuell in einem besorgniserregenden
Zustand“, erklärte Harrer abschließend. |