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29.
Februar 2008
Weiterer wichtiger Schritt im Kampf gegen Block 6 erreicht –
offener CDU-Brief an SPD: Diffamierung hat in Kommunalpolitik
nichts verloren
Nachdem die hessische Landesregierung für das
Neubauvorhaben Staudinger, Block 6, ein länderübergreifendes
Raumordnungsverfahren angeordnet hat, haben die Städte Hanau,
Alzenau und Hainburg Ende Februar eine Stellungnahme an das
Regierungspräsidium eingereicht, in der gemeinsam Anmerkungen
zum Untersuchungsrahmen und möglichen Alternativen formuliert
wurden.
Hierzu beauftragten die drei Kommunen gemeinsam
den Fachanwalt für Verwaltungsrecht Mathias M. Möller Meinecke.
„Da wir in der Gemeindevertretung einstimmig
beschlossen hatten, jede Möglichkeit gegen den Bau von Block 6
auszuschöpfen und auch der Gemeindevorstand mit Bürgermeister
Bernhard Bessel legitimiert ist, mit Hilfe von juristischem
Beistand vorzugehen, sehen wir in dieser Vorgehensweise den
richtigen Weg“, sagte Alexander Böhn, der stellvertretende
Fraktionsvorsitzende der CDU Hainburg.
In der jüngsten Sitzung des Hainburger Haupt- und
Finanzausschusses verteilte Bürgermeister Bessel die gemeinsame
Stellungnahme des Fachanwaltes sowie eine entsprechende
fachliche Prüfung bezüglich des Untersuchungsrahmens durch das
Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH,
welches die Forderungen der Kommunen wissenschaftlich
untermauert.
Zusammenfassend fordern alle drei Kommunen ein
länderübergreifendes Raumordnungsverfahren mit der Prüfung der
Umweltverträglichkeit insbesondere nach dem Kriterium, ob mit
der geplanten Kraftwerksplanung ‚ökologische Vorteile’ verbunden
sind. U. a. sind dies die Prüfung des energiewirtschaftlichen
Bedarfs für ein Großkraftwerk, Prüfung der Alternativen für
verbrauchsnahe dezentrale Gaskraftwerke, Standortalternativen
für ein Steinkohlekraftwerk, Erkundung des Fernwärmemarktes,
technische Alternativen am Standort und die
Untersuchungsmethodik zur Umweltverträglichkeitsprüfung.
„Diese gemeinsame Vorgehensweise mit den
benachbarten Kommunen und einem Rechtsanwalt als unser Vertreter
war die richtige Entscheidung und ein wichtiger Schritt bei
unserem Protest gegen den Bau von Block 6“, sagte Böhn. „Wir
sollten weiterhin gemeinsam dieses Ziel verfolgen und in den
anberaumten Sitzungen unsere Aufgabe als Gemeindvertreter
erfüllen und uns nicht durch versuchte Irreführung einzelner
auseinanderdividieren lassen – denn dieses Ziel ist sicherlich
nur gemeinsam erreichbar“, sagte der Stellvertretende
Vorsitzende.
Vor diesem Hintergrund wolle er auch den Auftritt
und die anschließenden Presseverlautbarungen des
stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Rolf Wich nur knapp
kommentieren. „Nur so viel: Wer sich so wie Herr Wich in
gemeindlichen Sitzungen präsentiert und dann Pressemitteilungen
veröffentlicht, die mit der Wahrheit nichts zu tun haben, hat
eigentlich in der ehrenamtlichen Kommunalpolitik nichts
verloren“, sagte Böhn.
„Bezüglich des gemeinsamen Miteinanders wird sich
die CDU-Fraktion in einem offenen Brief an die SPD wenden. Für
uns hat in der Kommunalpolitik eine persönliche Diffamierung
einzelner und Angriffe auf das berufliche Umfeld nichts zu
suchen. Sollte das auch weiterhin der Stil der SPD sein, werden
wir uns hiervon entsprechend distanzieren und unsere
Konsequenzen ziehen“, erklärte Böhn abschließend. |