CDU enttäuscht von SPD-Aussagen zu Rathaus
Harrer: „Rathaus-Neubau wirtschaftlichste Lösung“

„Dass die SPD den Bau eines neuen Rathauses in Hainburg nicht mit Jubel begrüßt, müssen wir akzeptieren. Dass die SPD-Vorsitzende Julia Zimmer einen Neubau nach all den Diskussionen jedoch ablehnt, ist sehr verwunderlich“, kommentierte CDU-Vorsitzender Jürgen Harrer die jüngsten SPD-Presseverlautbarungen. Schließlich seien sich alle Fraktionen nach einem Rathaus-Rundgang einig gewesen, dass die momentane Situation weder für die Verwaltung noch für die Bürgerinnen und Bürger befriedigend ist.

Nicht nur beim Thema Brandschutz, sondern insbesondere auch bei den Themen Sanitäranlagen und Barrierefreiheit seien die Mängel so groß, dass sie selbst mit viel Geld kaum oder gar nicht beseitigt werden könnten. Davon konnten sich alle Fraktionen überzeugen, auch die SPD erkannte den dringenden Handlungsbedarf an.

„Deshalb ist es schon enttäuschend, dass die SPD nun wieder die Sanierung der Rathäuser mit Anbau ins Spiel bringt, nachdem sich CDU, Grüne, BfH und FDP bereits auf einen Rathaus-Neubau auf der Postwiese geeinigt haben“, sagte Harrer. Eine Sanierung der bestehenden Rathäuser und ein Anbau würden extrem hohe Kosten verursachen, erste Berechnungen würden weit über zwei Millionen Euro ausweisen. „Und dann haben wir immer noch die alte Bausubstanz. Zukunftsweisende Lösungen sehen anders aus“, erklärte Harrer.

Auch die Aussagen Zimmers zu den Investitionen in die beiden Rathäuser in den vergangenen Jahren sieht der CDU-Chef kritisch. „Wenn Zimmer behauptet, die Gelder, die in den letzten Jahren in die Rathäuser investiert wurden, seien verloren, irrt sie“, so Harrer. „Denn die Investitionen insbesondere für neue Fenster, Heizungsanlagen und Technik waren notwendig. Und da die alten Rathäuser nicht abgerissen werden sollen, sind die Investitionen auch nicht umsonst getätigt worden.“

Ihre CDU Hainburg

Harrer betont, dass die Verwaltung und die Fraktionen in vielen Monaten alle alternativen Varianten zum Neubau intensiv geprüft und durchgerechnet haben. Im Ergebnis ist die wirtschaftlichste Lösung immer ein Neubau. „Und für unsere Bürgerinnen und Bürger ist ein Rathaus, in dem alle – auch Menschen mit Behinderung und in ihrer Mobilität eingeschränkte Bürger – ihre Anliegen vortragen und alles erledigen können, mit Sicherheit die beste Lösung“, sagte Harrer.

Zur Frage der Finanzierung erklärte der CDU-Vorsitzende, dass die Gemeinde das seit Jahren geplante Projekt nur dann anpacken werde, wenn sicher ist, „dass wir auch alles bezahlen können. Das bedeutet, dass von den Gesamtkosten von ca. vier Millionen Euro mindestens 60 bis 70 Prozent als Eigenkapital eingebracht werden können.“ Denn auch Bürgermeister Bernhard Bessel habe stets betont, dass es ein Rathaus auf Pump in Hainburg nicht geben werde. „Diesen Kurs tragen wir zu 100 Prozent mit“, sagte Harrer abschließend.

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